Im Gespräch mit… der Autorin Thekla Kraußeneck

An dieser Stelle führe ich Gespräche mit Menschen, die ich für ihre Arbeit bewundere. Mit einigen von ihnen bin ich befreundet, mit manchen kollegial verbunden. Eines ist aber immer sicher: ich schätze sie für ihre Arbeit und danke ihnen für die Inspiration, die sie für mich und viele andere sind.
Heute bin ich im Gespräch mit der Autorin Thekla Kraußeneck. Thekla lernte ich 2017 auf Twitter kennen, da erschien gerade ihr Roman Cronos Cube im LiesMich-Verlag. Wir begannen, uns regelmäßig miteinander zu unterhalten und wie es so ist, wenn es funkt: wir sind seitdem richtig gute Freundinnen geworden.

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Der Satz, der meine Arbeit zurzeit am besten beschreibt, könnte lauten…

Zurzeit stecke ich zwischen mehreren Projekten – ein Buch ist fertig, das nächste will begonnen werden, parallel konzipiere ich zwei neue Thriller –, weshalb ich kaum etwas anderes mache als zu lesen und zu grübeln.

Die Autorin Thekla Kraußeneck

Die Motivation für meine Arbeit erhalte ich mir, indem…

… ich in die Zukunft plane, sodass ich nach jedem Buch sofort eine neue Aufgabe habe. Ich arbeite eng mit meiner Agentin zusammen, was mir die nötige Sicherheit gibt. Und wenn das nicht reicht, dann darf ich auch einfach mal unmotiviert sein.

Das Beste, was mir zuletzt mit meiner Arbeit passiert ist…

… war die Veröffentlichung des letzten Bands von Cronos Cube am 8. April. Kurz zuvor habe ich den ersten Band meiner neuen Reihe beendet. Und dann ist mir auch noch klar geworden, welchen Weg ich als Schriftstellerin in den nächsten Jahren beschreiten werde. All diese Ereignisse teilen sich den ersten Platz.

Wer inspiriert dich aktuell besonders?

Ferdinand von Schirach und Andreas Brandhorst, und zwar sowohl durch ihre jeweiligen Eigenheiten als auch durch ihre fundamentalen Unterschiede. Das Magazin Spektrum der Wissenschaft inspiriert mich auch sehr, Monat für Monat.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus, wenn du an deinen Büchern arbeitest?

Einen typischen Arbeitstag gibt es bei mir eigentlich nicht. Aber im Großen und Ganzen ist es so: Ich schlafe aus, dann stehe ich auf, trinke Kaffee, nehme mein Ritalin und gehe an den Computer. Manchmal gehe ich aber auch zuerst in den Garten, oder ich passe auf mein Patenkind auf, das mit mir in einem Haus wohnt. Sobald ich wach und konzentriert bin, öffne ich das Manuskript und lege los. Ich habe keine festen Arbeitszeiten, aber ein Seitenpensum, das ich am Tag mindestens schreiben will.

Die Cronos Cube-Reihe von Thekla Kraußeneck, erschienen im Oetinger-Verlag.

Was würdest du mit deiner Kunst gerne noch erleben?

Vier ganz bestimmte Dinge: Ich wünsche mir, eines Tages ein Literaturstipendium zu erhalten und Mitglied bei PEN zu werden. Außerdem möchte ich zur Ortsrecherche nach La Réunion fliegen. Und ich möchte mir von Vorschüssen, Tantiemen und Honoraren eines Tages ein Cottage an der irischen Westküste kaufen.

Wieso/weshalb/warum empfiehlst du jungen Leuten, es in deinem Metier als Autorin zu versuchen?

Man lernt so vieles, vor allem über sich selbst. Zudem ist das Schreiben auf Dauer eine recht einsame Tätigkeit, so wie das Träumen. Du kannst anderen nur von deinen Träumen erzählen, sie ihnen aber nicht zeigen. Wenn du aber eine Geschichte schreibst und sie veröffentlichst, dann ist das wie eine Einladung in deine Welt. Und auf einmal gibt es lauter Menschen, die sich darin fast so gut auskennen wie du. 😊

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Mehr von Thekla gibt es auf ihrer Homepage, auf Twitter und YouTube, Instagram und Etsy, auf Twitch, … sie ist überall super, schaut vorbei und lasst ihr Kommentare da. ✨✍🏻

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